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Zum Tod von Robert Emke
Unser Beileid gilt zuerst der gesamten Familie von Robert Enke. Doch dieser Weg hätte vermieden werden können. Wir glauben, nein wir wissen, es gibt noch mehr Profis in solch einem Dilemma. Zeichen dafür gibt es viele, alleine in der Vergangenheit hat sich das bei einigen wenigen, die den Schritt mit ihrer Problematik an die Öffentlichkeit zu gehen getan haben, gezeigt. In unserer Praxis haben wir immer wieder mit Sportler/innen zu tun, denen der Druck zu groß wird. Es kommt zum Burnout, die Depression ist unausweichlich. Die Ängste sind mannigfaltig, allen voran die sich selbst nicht zu genügen, Existenzängste und wie im Fall Robert Enke die Angst zu versagen. Hier zeigt es sich immer wieder, dass gerade alte, aus der Vergangenheit tief liegende Blockaden (Ängste und Traumata) eine große Rolle spielen. Diese treten aber oft erst Jahre später, durch das Drücken von bestimmten Knöpfen (Ereignisse) zu Tage. Diese gilt es aufzudecken und abzukoppeln, doch das geht nur, wenn wir als Gesellschaft endlich anfangen zu respektieren, dass diese Leute(Profisportler u.a.) ein Leben neben der Öffentlichkeit haben und hier meistens diese Knöpfe gedrückt werden. Da höre ich viele wider rufen, die bekommen doch ein Haufen Geld dafür, aber gibt uns das wirklich das Recht, im Privaten dieser Personen, bis in die kleinste Ritze herumzuschnüffeln oder jederzeit 100%igen Perfektionismus zu verlangen? Nein, das gibt es uns nicht und jeder sollte einmal über das, in letzter Zeit in unserer Gesellschaft verlorengegangene, Wort- Respekt- und der damit verbundenen Verantwortung uns selbst gegenüber, vor allem aber gegenüber unseren Mitmenschen nachdenken.
Ute und Olaf
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